| Zwerg-Tigerpython (Python molurus progschai) |
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Tigerpythons gehören sicherlich zu den „großen Träumen“, die Halter von Riesenschlangen gelegentlich haben – gerade wenn sie ein Faible für Blutpythons und eben die Fauna Südostasiens besitzen. Leider ist „groß“ in diesem Fall meistens wörtlich zu nehmen und da ich keine Fünf-Meter-Schlangen halten wollte, habe ich um diese wunderbaren Schlangen stets einen Bogen gemacht. Doch dann kamen die „Zwerg-Tigerpythons“ („Dwarf Tiger“), die nicht nur eine kontrastreichere Zeichnung besitzen als die größeren Unterarten und Varianten, sondern eben auch eine erträgliche Länge unter 2 m beibehalten. Die „Zwerge“ stammen von einigen kleineren Inseln vor Sulawesi und wurde gerade als eigene Unterart Python molurus progschai beschrieben. Dieser neue Status ist auch kein Wunder: Charakter, Zeichnung, Aktivität und klimatische Bedürfnisse unterschieden sich schließlich etwas bis deutlich von denen der größeren Formen. Nach meinen Erfahrungen sollten die Tiere etwas feuchter gehalten werden und neigen aufgrund der kürzeren Zeit in Menschenhand (bisher gibt es maximal F2-Tiere) noch eher zum schnappen und sind insgesamt wesentlich schlanker und „sportlicher“. Meine Tiere sind Nachzuchten von Bob Clark und trotz anfänglicher Zweifel was die Größe angeht, bin ich sehr glücklich mit den Tieren. Denn heute kann ich die Größenangaben bestätigen: Die Tiere wachsen – trotz sehr guter Fütterung – wahnsinnig langsam und erscheinen dabei niemals fett. Leider wurden in den USA bereits albinotische Dunkle Tigerpythons eingekreuzt, wobei nicht nur die „Reinrassigkeit“ bei solchen Tieren verloren ist, sondern auch die Kleinwüchsigkeit.
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