| Ringpython/Bismarck-Python (Bothrochilus boa) |
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Bei dem Bismarck-Python (benannt nach dem Archipel in Papua-Neuguinea) handelt es sich um eine recht klein bleibende Pythonart von lediglich etwa 1,50 m Adultlänge. Es sind wunderschöne Schlangen, die mit keiner anderen Art verwechselt werden können. Die Jungtiere sind leuchtend orange gebändert, ab dem 8–10 Monat ändert sich diese auffällige Färbung in ein goldgelbes bis mattgelbes Ringelmuster. Das eigentlich beeindruckende ist aber die extrem irisierende Haut dieser Art. Besonders nach den Häutungen ist es wirklich erstaunlich, wie schillernd die Tiere in natürlichem Licht wirken! Neben den geringelten gibt es auch gestreifte und gänzlich schwarze Tiere sowie alle erdenklichen Übergangsformen.
Ich besitze eine Gruppe von sechs Tieren aus drei verschiedenen Blutlinien, zwei dieser Tiere sind fast komplett schwarz. Nach meinen Erfahrungen sind diese Zwergpythons recht temperamentvoll, fast alle wissen aber recht gut zwischen Futter und Hand zu unterschieden. Dennoch besitze ich nur ein Tier, dass gerne auf der Hand liegen bleibt, die anderen sind noch immer recht hektisch. Bismarck-Pythons fressen – so wie auch viele andere Inselformen – von Natur aus gierig, Futterverweigerung gibt es eigentlich nur in den letzten vier Tagen vor der Häutung. Aus diesem Grund sollte man die Tiere besser einzeln halten; mir sind zwar auch erfolgreiche Gemeinschaftshaltungen von 2–3 Tieren bekannt, es gibt jedoch auch Berichte von Kannibalismus, der aber wohl nur bei Unterfütterung (v. a. während der Trächtigkeit und im Wachstum) auftritt. In meinen Terrarien mit hoher Luftfeuchte über 70 % sind die Tiere sowohl tag- als auch nachtaktiv und sehr neugierig.
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